SELBSTBEWUSSTES SCHREIBEN

In den 1960er Jahren nutzten Queere Bewegungen den Begriff „Voguing“ um Diskriminierungserfahrungen in Selbstbewusstsein zu verwandeln. Von solchen Unsicherheiten im Bezug auf den eigenen Lebensstil oder das Lebensziel sind nicht nur Minderheiten betroffen. Jeder Mensch zweifelt von Zeit zu Zeit mal an sich selbst.

Dabei kann Selbstbewusstes Schreiben helfen. Es führt einem nicht nur seine eigenen Qualitäten vor Augen sondern kann auch die eigene Scheu vor künstlerischen Ausdruck verbessern. Angefangen vom Klischee-Gedicht über den inneren Schweinehund, der erstmal nur uns selbst betrifft, hin zu, wenn wir mutig genug sind, Gedichten an unsere beste Freundin oder den Bro an unserer Seite. Wir stellen uns die Frage: Ist es peinlicher, eine romantische Message zu erhalten oder selbst auf Senden zu tippen? Wie viele Zeichen braucht es, um wirklich alles zu sagen? Oder auch, kann man ein Liebesgedicht an sich selbst verfassen und wenn ja ist das erlaubt? Es geht nicht um Sex, sondern das Gespür für die Schönheit der Selbstliebe und des eigenen Geschlechts. Crauss gibt Impulse, die Sinn öffnen, dass Bewusstsein für den eigenen Lebensstil schärfen und eine poetische Sprachpraxis im Alltag zu ermöglichen.